WASSER IST LEBEN

Wasser und Leben sind eng miteinander verbunden. Ohne Wasser, kein Leben. Jeder Gärtner oder Landwirt weiß das. Allerdings ist vielen Menschen nicht bewusst, wie wichtig Wasser tatsächlich ist.

Text Dr. Carsten Vagn-Hansen

 

Was macht Wasser?


Wasser transportiert den aktiven, natürlichen Wasserstoff in die Zellen des Körpers. Elektronen fließen dort zu den Zellen und den Kraftwerken der Zellen – den Mitochondrien. Das Wasserstoffatom stellt 97% des Universums dar, und zwei Wasserstoffatome formen zusammen mit einem Sauerstoffatom ein Wassermolekül (H2O). Es sind die freien Elektronen aus dem Wasserstoff, die für unsere chemischen Lebensprozesse von Nöten sind. Sie stammen aus der Sonne und werden in Wasser, Nahrungsmitteln und in unserem Körper als freie Elektronen eingelagert. Sie pflegen, bauen und erschaffen Leben und sämtliche Energie, die innerhalb und außerhalb der Zellen im ganzen Körper verwendet wird. Rohkost enthält die meisten Elektronen aller Nahrungsmittelarten. „Rohkost“ bezieht sich auf sämtliche Nahrungsmittel, die nicht durch hohe Temperaturen „abgetötet“ worden sind. Wasser mit einem pH-Wert von 7,2 oder geringer enthält den biologisch aktiven, natürlichen Wasserstoff und damit die meisten Elektronen. Wasser ist auch ein Lösungsmittel, welches notwendig ist, um Giftstoffe aus den Zellen und dem Körper zu entfernen, zum Beispiel durch den Urin.

Wasser ist auch ein Mittel der Kommunikation.

Mit Hilfe eines Musters von Schwankungen im Wasser sind die Zellen in der Lage, miteinander zu „sprechen“ und ihr Wachstum gegenseitig zu steuern. Darin liegt zum Teil der Grund, warum nicht jeder Krebs hat und warum die Homöopathie funktioniert. Alles, was innerhalb der Zellen geschieht, ist abhängig von diesen Fluktuationen und der Energie, die aus diesen Elektronen im Wasser stammt. Die Kommunikation zwischen dem menschlichen Gehirn und den Organen und dem Gewebe des Körpers ist von dieser Energie abhängig. Es hat sich herausgestellt, dass die „Energie-Straßen“ Wasserstoffmolekülketten darstellen, welche durch die Akupunkturpunkt fließen.

Wenn Sauerstoff aus der Luft durch das Blut zu den Zellen im Körper geführt wird, bilden sich schädliche freie Radikale. Dadurch oxidieren die Mitochondrien und erzeugen weniger Energie. Natürliches Wasser besitzt viele Elektronen und ist daher ein starkes Antioxidans, da die freien Radikale entfernt werden, sobald das Wasser Elektronen an es abgibt.

Viele Substanzen im Wasser fangen einige der Elektronen ein. Das macht es schwieriger für das Wasser, Elektronen an die freien Radikalen abgeben zu können. Je mehr Substanzen im Wasser sind, desto geringer ist die antioxidative Wirkung des Wassers. Koffein geht z.B. eine Bindung mit dem Wasserstoff ein und verhindert daher die Freisetzung der Elektronen. Auch bei karbonisiertem Wasser werden Elektronen nur unter Schwierigkeiten freigesetzt. Destilliertes Wasser hat den höchsten Gehalt an freien Elektronen, da H3O anstelle von H2O gebildet wird, und H3O in der Lage ist, noch mehr an Elektronen freizugeben. Destilliertes Wasser schmeckt nicht besonders gut, aber indem man ein wenig Meersalz, zum Beispiel Himalaya-Salz oder das dänische Læsø-Salz hinzufügt, wird das Wasser noch aktiver und lässt daher noch mehr Elektronen frei. Noch besser ist es, wenn man den Wasserbehälter dreht und auf diese Weise den Fluss des Wassers imitiert. Das Wasser wird revitalisiert, es kommt wieder zum Leben. Der Österreicher Johan Grander hat intensiv an dieser Art der Wasser-Verbesserung mitgewirkt. Revitalisiertes Wasser, oder so genannte „Grander-Wasser“, kann sogar seine Aktivierungsenergie an andere Arten von Wasser abgeben, das sich in der Nähe von diesem befinden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter GRANDER.COM.

Wassermangel


Wasser gelangt durch die Ionenkanäle in die Fettzellen-Wände und große Moleküle, die sich mit dem Wasser verbinden, werden durch die Zellwand gezogen. Wassermoleküle können sich frei zwischen den Fettmolekülen bewegen. Ein Mangel an Wasser kann zum Verlust von Energie, zu Müdigkeit, Schwindel, Verstopfung, trockene Haut und Juckreiz, Halsschmerzen, steifen Muskeln, Kopfschmerzen, einem schlechtem Gedächtnis und geringerer Konzentrationsfähigkeit führen. Leider interpretieren viele Menschen diese Symptome als Anzeichen einer Krankheit, wenden sich an einen Arzt und erhalten dann Medikamente. Das ist eine äußerst schlechte Sache, da Medikamente Nebenwirkungen haben können, welche die Situation verschlimmern können, zumal die wahre Ursache für den Wassermangel noch nicht behandelt worden ist.

DR. Empfehlungen von Fereydoon Batmanghelidj


Der irisch-amerikanischer Arzt, Fereydoon Batmanghelidj, hat in seinem Buch „Die vielen Schreie Ihres Körpers nach Wasser“ beschrieben, wie man durch das Trinken von ausreichend Wasser Krankheiten wie Geschwüre, Asthma, Bluthochdruck und Angina heilen kann. Das Durstgefühl sinkt mit zunehmendem Alter, daher trinken viele ältere Menschen zu wenig. Viele Menschen nehmen auch Diuretika ein und denken daher, dass sie nicht zu viel Wasser trinken sollten. Dies ist ein großes Missverständnis. Diuretika sollen das Natrium aus dem Körper spülen. Es ist eine ausreichende Menge an Wasser notwendig, damit diese als Medikament richtig wirken. Diuretika können auch zu einem Mangel an Mineralien wie Magnesium und Kalzium führen. Der Genuss von Kaffee, Tee, Cola, Mineralwasser, Bier, Wein und Schnaps kann zu zusätzlichen Problemen beim Säure-Basen-Haushalt führen. Wenn man diese Getränke zu sich nimmt, muss zusätzlich noch eine Menge an Wasser dazu getrunken werden.

Man muss ca. 30 ml pro Kilo Körpergewicht trinken. Also sollte jeder Mensch im Durchschnitt jeden Tag etwa zwei Liter trinken, was etwa bis zu acht Gläsern entsprechen kann. Wenn man jedoch an einer Nierenfunktionsstörung leidet, sollte man nicht immer ganz so viel trinken. Auf der anderen Seite: Wenn man viel schwitzt, muss man auch mehr trinken.

Sie können überprüfen, ob Sie genug trinken, indem Sie die Farbe Ihres Urins betrachten. Er sollte sehr hell sein. Dunkler Urin ist ein Zeichen für Dehydratisierung. Das gleiche gilt, falls sich die Haut Ihrer Hand nicht sofort glattzieht, nachdem Sie an ihr gezogen haben.

Ayurveda (“die Doktrin des Lebens”) ist ein ganzheitliches medizinisches System, das vor etwa 7000 Jahren in Indien entstanden ist. Ein uralter ayurvedischer Ratschlag besteht darin, den Tag mit einem großen Glas heißem Wasser zu beginnen, denn dieses ist gut für den Magen und stimuliert die Darmfunktion. Kaltes Wasser hat im Gegensatz dazu eine betäubende Wirkung. Das Wasser sollte nicht gekocht werden, da es dadurch abgetötet wird. Lauwarmes Wasser auf der anderen Seite ist eine gute Idee. Bei natürlichem oder revitalisiertem Wasser sind die Wasser-Moleküle in Clustern, sogenannten Micellen, angeordnet, während bei Wasser, das auf mehr als 43 Grad erhitzt worden ist, die Moleküle in freier Form vorliegen. Dieses veranlasst das Wasser, seine Struktur und Informationen zu verlieren. Gekochtes und destilliertes Wasser entwässert den Körper, er verliert seine Mineralien einschließlich Kalzium. Ungekochtes Wasser auf der anderen Seite stellt eine ausgezeichnete Quelle für dieses Mineral dar.

Der heutige Lebensstil und die Essgewohnheiten bewirken, dass es den meisten Menschen an den gesunden Mineralstoffen mangelt. Neben wirksamen Mineral-und Vitaminpräparaten ist es daher ratsam, beim Kochen Meersalz zu verwenden, das, im Gegensatz zum Kochsalz, viele wertvolle Mineralien enthält. Beginnen Sie Ihren Tag mit einem Viertellöffel Meersalz, verdünnt in warmem Wasser. Nur sehr wenige Menschen sind derartig empfindlich, dass Sie nicht mit dieser Extraportion Salz umgehen können. Im Gegenteil: Vielen Menschen mit zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck kann es mit Hilfe des Wassers und des Meersalzes gelingen, diesen zu normalisieren.

 

Sauberes Wasser


Wir befinden uns in den nordischen Ländern in Bezug auf unser Wasser in einer privilegierten Situation, denn wir verfügen über sauberes Wasser. Bei uns fangen aber die Probleme an, da wir zu viele Chemikalien verwenden. Nicht jeder hat das Glück, Zugang zu Grundwasser zu haben. Es werden immer mehr Chemikalien im Grundwasser nachgewiesen, sogar in Rohren aus Kunststoff. Die wohl giftigste Chemikalie, neben Salmonellen und anderen schädlichen Bakterien, findet man im Wasser: Es ist Chlor. Eine große finnische Studie legt den Schluss nah, dass Chlor das Risiko von Frauen erhöht, Krebs in der Speiseröhre, in der Blase, im Rektum und in den Brüsten zu entwickeln. Seltsamerweise konnten sie bei Männern keine Verbindung zwischen Chlor und Krebs nachweisen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Chlor aus dem Wasser zu entfernen. Sie können verschiedene Wasseraufbereiter für sich zuhause kaufen, die nicht nur das Chlor, sondern auch andere schädliche Substanzen entfernen. Umgekehrte Osmose stellt auch eine Alternative dar. Das ist eine Filtermethode, bei der die Trennung von verschiedenen chemischen Substanzen durch Diffusion durch eine semipermeable Membran durchgeführt wird. Vitamin C kann Chlor im Wasser neutralisieren. Ein Gramm Vitamin C neutralisiert 1 ppm (Teil pro Million) Chlor in 3,785 Liter Wasser.

Die Wasserqualität, insbesondere die Qualität des Trinkwassers, ist für unsere Gesundheit von äußerster Wichtigkeit. Deshalb sollten wir froh sein, dass wir in einem Teil der Welt leben, in dem die meisten Menschen Zugang zu gutem Trinkwasser haben und auf diese Weise eine positive Wasserbilanz ziehen können. Für kranke Menschen, die Medikamente einnehmen, stellt das Wasser, das Sie trinken, um die Tabletten schlucken zu können, etwas dar, wovon die meisten profitieren können.

DR. Empfehlungen von Fereydoon Batmanghelidj


Trinken Sie täglich 30 ml Wasser pro kg Körpergewicht. Falls Sie zum Beispiel 70 kg wiegen, sollten Sie 70 × 30 = 2100 ml = 2,1 Liter reines Wasser trinken.

Trinken Sie einen halben Liter Wasser etwa eine halbe Stunde vor jeder großen Mahlzeit.

Nehmen Sie etwa ein Viertel Teelöffel Mineralsalz jeden Tag zu sich, z. B. Meersalz (Himalaya-Salz oder Kalaharia-Salz sind gute Alternativen).

Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee, Cola etc.

Vermeiden Sie alkoholhaltige Getränke wie Bier, Wein, Schnaps usw.

Für jedes Glas Koffein oder jedes alkoholhaltige Getränk, das Sie trinken, sollten Sie mindestens ein zusätzliches Glas Wasser trinken (zusätzlich zu den 30 ml pro kg Körpergewicht).

Junge Menschen trinken normalerweise viel, aber nicht genügend Wasser. Ältere Menschen verlieren Ihr Durstgefühl und behandeln Symptome der Austrocknung mit Medikamenten, was nicht hilfreich ist. Wir missbrauchen unsere Wasserressourcen. Das größte Problem der Welt in der Zukunft wird die Wasserknappheit sein, ein Problem, das bereits große Teile der Welt betrifft. Die Blumen-Produktion in Simbabwe hat z. B. an einigen Orten dazu geführt, dass das Grundwasser um mehr als drei Meter abgesunken ist.

Der Doctor


Carsten Vagn-Hansen stammt aus Dänemark, ist seit 18 Jahren praktizierender Arzt und arbeitet als Dozent und Kursleiter für das zentrale Weiterbildungssystem seines Landes. Er war Präsident der Internationalen Gesellschaft für Allgemeinmedizin. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den internationalen Naturmedizin-Ehrenpreis. Er ist Autor zahlreicher Bücher zu Gesundheit und Wohlbefinden. Noch dazu ist er im Dänischen Rundfunk sowie im Fernsehen als Radio- und Fernsehdoktor aufgetreten.

Neben seiner Tätigkeit als Gesundheitsberater und Redner ist er als Autor für die EQ-Zeitschrift tätig.

Weitere Informationen auf seiner Webseite: radiodoktoren.dk