NORSEMAN

– Der härteste Triathlon der Welt

Norseman Extreme Triathlon ist der härteste Vollstrecken-Triathlon der Welt. Die 225 km sind unterteilt in Schwimmen, Radfahren und Laufen. Eqology sponserte einen der diesjährigen Teilnehmer, Asle Stensæter. Asle Stensæter ist 37 Jahre alt, verheiratet und hat einen vierjährigen Sohn. Die letzten vier Jahre hat Asle als Retter bei der Norwegian Air Ambulance AS gearbeitet. Er war einer der 254 Teilnehmer, die am 6. August am Norseman-Thriatlon teilnahmen.

Der Triathlon wurde erstmals 2003 mit 21 Teilnehmern ausgetragen und heute sind es mehr als 250 Teilnehmer aus 29 Nationen. Einige Plätze werden an norwegische und ausländische Elite-Athleten vergeben, andere werden verlost.

Text: Ingrid Campbell Pedersen

Asle war schon immer aktiv,


und er hat sich schon lange für Triathlons interessiert, aber er hat nie entsprechend gehandelt. Als er 36 Jahre alt wurde, beschloss er, einen sogenannten “Ironman” zu absolvieren, bevor er 40 Jahre alt wurde. Dass er zwei Jahre später am Norseman teilnehmen würde, hätte er nie gedacht.

Der Name “Ironman” gilt aus gutem Grund. Norseman Extreme Triathlon ist zu einem Wettbewerb für die Stärksten geworden und gilt als der härteste Eintages-Sportwettbewerb der Welt. Die Teilnehmer starten um 05.00 Uhr und schwimmen 3,8 km im Hardangerfjord bis nach Eidfjord. Danach wartet ein hartes 180 km Radrennen, das die Teilnehmer auf einige der steilsten Straßen Norwegens führt; von Eidfjord über Hardangervidda nach Geilo und Tinnsjøen. In Tinnsjøen starten sie auf dem 42,2 km langen Marathon Richtung Rjukan und Gaustatoppen, 1.883 Meter über dem Meer. Insgesamt klettern die Teilnehmer 4.600 Meter.

Asle hat sich zwei Jahre lang auf den Triathlon vorbereitet. Er hat etwa 10 Stunden pro Woche effizient trainiert, mit Schwerpunkt auf drei wöchentlichen Trainingseinheiten. Er absolvierte Intervalltraining, Bergtraining und lange Radtouren. Ferner ging er zu kürzeren Läufen und Radtouren und schwamm bei Gelegenheit. Asle glaubt, dass es sehr wichtig ist, ein Trainingsprogramm zu machen und sich daran zu halten. Triathlon ist relativ, da man drei verschiedene Disziplinen beherrschen muss. Viele Leute denken, dass der schwierigste Teil das Schwimmen ist, aber für 12-18 Stunden ein so hohes Energieniveau zu halten, ist per se eine große Herausforderung.

Zusätzlich zum Training,


ist eine gesunde Ernährung extrem wichtig, wenn man sich in Topform bringen will. Asle genießt eine normale Ernährung mit abwechslungsreichen Lebensmitteln, Obst und Gemüse. Zusätzlich führt er während des Trainings Nahrungsergänzungsmittel zu.

Auch wichtig, und oft als 4. Disziplin des Wettbewerbs bezeichnet, ist es, während des Rennens die richtige und ausreichende Ernährung sicherzustellen. Das muss geplant und getestet werden, vor allem auf langen Strecken. Was normalerweise gut funktioniert, kann vom Körper nach 10 Stunden mit hohem Puls abgewiesen werden. Die Menschen verlieren in solchen Situationen leicht ihren Appetit und vergessen dann, genug Nahrung zu sich zu nehmen. Geschieht das während des Rennens, gelangt man schnell an seine Grenzen! Um sich darauf vorzubereiten, führte Asle sieben Stunden lang Testläufe durch.

In diesem Jahr wurde die Veranstaltung von der internationalen Presse gut aufgenommen; amerikanische, französische, deutsche und tschechische Triathlonzeitschriften waren vertreten. Sowohl wegen der Besonderheit der Veranstaltung als auch wegen der Teilnahme international anerkannter Triathleten, darunter die amerikanische Triathlon-Legende Tim DeBoom. Er hat zweimal die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii gewonnen (2001, 2002). Wie erwartet gewann er auch das Norsemen, aber er sagte, dass Norsemen das härteste Rennen war, an dem er je teilgenommen hatte – Ironman auf Hawaii war im Vergleich dazu ein Kinderspiel.

Asle hielt sich an seinen Plan und trotz extrem wechselnder Wetterbedingungen landete er auf Platz 102. Eine beeindruckende Leistung für jemanden, der zum ersten Mal an einem Triathlon teilnimmt!

Die Ausrüstung muss in gutem Zustand sein. Erforderlich ist ein kompletter Neoprenanzug und das Fahrrad muss in Topform sein. Der Helm muss stabil und zugelassen sein. Empfohlen werden zwei Rucksäcke – einer für den Teilnehmer und einer für das Begleitfahrzeug. Enthalten sollten sein: warme Kleidung, eine Stirnleuchte, Essen und Trinken, ein Handy und Geld für die Cafeteria in Gaustatoppen.

Die Veranstaltung hat zwei Sperrzeiten. Teilnehmer, die einen bestimmten Punkt vor der Cutoff-Zeit nicht erreichen können, dürfen das Rennen nicht fortsetzen. Nur die ersten 160 Teilnehmer, die innerhalb von 14 Stunden und 30 Minuten 32,5 km erreichen, qualifizieren sich zu einem schwarzen T-Shirt und können in Richtung Gaustatoppen weiterfahren. Jeder, der diesen Punkt später erreicht, wird mit einem weißen T- Shirt belohnt. Wenn man den nächsten Cutoff-Punkt nicht vor 15 Stunden und 30 Minuten erreicht, darf man das Rennen nicht fortsetzen.

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Asles Ziel war es, das Rennen als Top 160 zu beenden und sich für ein schwarzes Trikot zu qualifizieren. Er überquerte die Ziellinie als Nummer 102, nach 15 Stunden und 9 Minuten. Er hat sein Ziel weit überschritten.

Quellen


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